14 Mai

FilBy

Besser lesen lernen mit FiLBY

Die Grundschule Hohenpfahl nimmt am wissenschaftlichem Projekt teil – erste Teilerfolge hörbar
Wörter lesen und Wörter verstehen muss nicht zwangsläufig das Gleiche sein. Wichtig ist es aber ohne Frage, diese beiden Komponenten in Einklang zu bringen. Bleibt doch sonst der Sinn auf ewig unerschlossen. Vor allem Kinder, die das Lesen erst lernen, tun sich unglaublich schwer, Buchstabenfolgen mit dem Verständnis dafür zu verknüpfen. Abhilfe soll hierbei die sogenannte Fachintegrierte Leseförderung Bayern (FiLBY) sein. Das Projekt wurde vom Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium, dem Arbeitskreis Lesen ISB und dem Bayerischen Rundfunk entwickelt. Über 800 bayerische Grundschule, hier Schüler der zweiten Klasse, nehmen daran teil. Unter ihnen auch die Grundschule Hohenpfahl in Kelheim.
Wer kennt das nicht: Man kuschelt sich ins Bett, nimmt die Nachtlektüre zur Hand, zieht das „Einmerkerl“ raus, beginnt zu lesen und hat keine Ahnung, um was es hier eigentlich geht. Dann blättert man eine oder mehrere Seiten zurück und schließt dort an, wo man sich am Vorabend offenbar in den Schlummermodus verabschiedet hat.
Anhand dieses Beispiels kann jeder Erwachsene, der des Lesens mächtig ist, wohl ganz gut nachvollziehen, wie es einem Kind ergehen muss, das sich zum ersten Mal in seinem Leben mit ganzen Texten auseinanderzusetzen hat.
Hat ein Schüler bereits in der ersten Klasse gelernt, Laute zu den jeweiligen Buchstaben zu formen und ganze Wörter daraus zu entschlüsseln, geht es dann darum, mehrere Sätze hintereinander, also eine ganze Geschichte zu lesen – und auch noch zu verstehen. Um eben dieses Verständnis, den Sinn hinter den Zeilen, zu erleichtern, wurde FiLBY entwickelt. Schüler ab der zweiten Jahrgangsstufe lernen anhand vorgegebener Texte, die übrigens einen direkten Bezug zu HSU oder Mathematik aufweisen und deswegen doppelt lehrreich sind, nicht nur flüssiger zu lesen, sondern auch den Sinn besser zu erfassen.
So funktioniert´s:
Los geht´s bei den Texten schon mit der Überschrift. Wenn dort beispielsweise steht „Anna baut einen Zaun aus Ästen“, wird erst einmal abgefragt, wer in der Klasse schon einmal mit Ästen gebastelt hat und was daraus alles entstehen kann. Auf diese Art sind die Kinder gedanklich mitten im Wald, im Garten oder auf eben ihrer ganz eigenen „Naturbaustelle“. Der direkte Bezug zu den Wörtern ist geschaffen. Dann wird der Text auf einem Audio-Medium abgespielt und die Kinder haben die Aufgabe, dem Gesprochenen mit einem Stift auf ihrem Text zu folgen. Die Aufgabe besteht hierbei nicht nur darin, dran zu bleiben. Auch schwierige Wörter setzen sich besser im Gehirn fest, weil die Laute zum Gesehenen auch gehört werden können. Im nächsten Schritt geht damit weiter, dass die Kinder mit dem „Vorleser“ mitlesen müssen bis schließlich Teams gebildet werden, von denen einer liest und der andere wieder mit dem Stift auf dem Papier das Gelesene verfolgt. .
Die 2. Jahrgansstufen bearbeiten über einen Zeitraum von sechs Wochen jeden Tag eine oder mehrere Geschichte aus ihrem FiLBY-Buch. Dort wo es anfangs noch etwas geholpert hat, verzeichnen die Lehrkräfte der 2. Jahrgansstufen  mittlerweile große Erfolge. „Sätze verlieren ihre Abstraktion, werden greifbar für die Kinder“, freuen sie sich über die Fortschritte ihrer Schützlinge. Ob ihr Gefühl auch mit tatsächlichen Bereicherungen übereinstimmt, prüfen sie drei Mal pro Schuljahr in vorgefertigten Tests.
Insgesamt nehmen in diesem Schuljahr 890 Schulen, also über 2.000 zweite Klassen und über 50.000 Jungen und Mädchen an dem Projekt teil. Bei den Ergebnissen von 150 Schulen arbeitet die Deutschdidaktik mit der Professur für Methoden der empirischen Bildungsforschung mit. Die Schüler der Grundschule Hohenpfahl Kinder lernen also nicht nur besser lesen, sondern tragen dabei auch noch ihren Teil zu echter wissenschaftlicher Arbeit bei.
11 Mrz

„Pack mas“ – ein Gewaltpräventionsprogramm in der Klasse 3b

Im Rahmen dieses Projektes erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler Lösungsstrategien für Problemsituationen und Grundlagen für den friedlichen, freundlichen Umgang miteinander.
Dieses bayernweite Projekt verfolgt drei Ziele:
Zum einen wünschen sich die Kinder einen friedlichen Ort, an dem man ohne Ängste und Anfeindungen entspannt lernen kann. Die Eltern wünschen sich eine Schule, an der sich ihre Kinder wohlfühlen, soziale Kontakte knüpfen und ihr Wissen erweitern und die Lehrkräfte möchten in einem geordneten Umfeld unterrichten können.
An zweit Tage griffen die beiden Trainerinnen Sozialpädagogin Jessica Metko und Förderlehrerin Christina Huber Themen auf wie Gemeinschaft, Vertrauen, Gewaltprävention sowie Förderung von Selbstbehauptung und Zivilcourage.
Im geschützten Rahmen probieren die Kinder Handlungsmöglichkeiten und Strategien für ein entspanntes Miteinander aus. Auf spielerische Art lernt die Klasse wie man mit Konflikten v.a. im Klassenverband umgehen kann bzw. wie es sich anfühlt zusammenzuhalten und ein „Wir -Gefühl“ zu entwickeln. Es wurden Leitsätze entwickelt für den Umgang miteinander, um Konflikte und Auseinandersetzungen zu reduzieren und insgesamt das Klassenklima zu verbessern.
Zum Beispiel mussten die Mädchen und Buben in Kleingruppen möglichst hohe und stabile Türme aus Tesa und Zeitungspapier bauen. Das gelang am besten in der Gruppe, in der sich die Kinder zugehört haben, die Meinung des anderen gelten ließen und sich jeder auch mal zurücknehmen konnte ohne beleidigt zu sein.
In den anderen Gruppen, in denen einzelne immer Recht haben wollten und nur ihre eigene Ideen gelten ließen, entstanden keine Türme, da man mehr mit streiten als bauen beschäftigt war. Der Unterschied war für die Kinder in der Aussprache am Ergebnis sofort sichtbar. In einer anschließenden Gesprächsrunde würde genau besprochen, wo die Probleme lagen und was man verbessern muss.
Auch übten die Kinder, Gefühle und Stimmungen in Worte zu fassen und verbal zum Ausdruck zu bringen.
Mit vielen Ideen im Handgepäck endeten die zwei Tage für die Kinder. Nun müssen die Schülerinnen und Schüler im Alltag – heraus aus dem Schonraum-, ihre Strategien richtig einsetzen, um die Klassengemeinschaft zu verbessern.
23 Okt

Methodentage

An zwei Tagen im Jahr führt das Kollegium der Grundschule mit allen Schülern einen Methodentag durch. Das heißt, losgelöst vom „normalen Unterricht“ lernen die Schülerinnen und Schüler an diesen Tagen das „Handwerkszeug“, um sich fachliche Inhalte leichter erarbeiten zu können.
Der Methodentag widmet sich je nach Klassenstufe einer unterschiedlichen methodischen Thematik des schulinternen Methodencurriculums. Die Methodenvermittlung nimmt im Unterricht neben der Vermittlung fachlicher Kompetenzen einen hohen Stellenwert ein. Es gibt kein Lernen ohne Methoden; Methoden können somit in jedes Unterrichtsfach eingebunden werden.
Folgende Themen stehen zur Auswahl
für die Klasse 1:
          –  Ich – Du – Wir
          – Hausaufgaben notieren
          – ein Hausaufgabenheft führen
          – mit einem Partner arbeiten
          – seine eigene Arbeit reflektieren
für die Klasse 2 
         – Ich – Du – Wir
         – Lernthekenarbeit /Tagesplan
         – Buchvorstellung
         – Markieren
        – Reflektieren
       – Lapbook
für die Klasse 3
       – Mind map  /Cluster/ Placemate
       – Kugellager
       – Wie bereite ich ein Referat vor?
      – ein Lernplakat gestalten
für die Klasse 4
     – Medienrecherche
     – Kindersuchmaschinen einsetzen
     – Portfolio
     – Informationen im Internet beschaffen
     – Teamarbeit effektiv gestalten
……. und viele mehr, denn die Angebote werden regelmäßig evaluiert.