Einschulung

Rechtsgrundlagen für die Einschulung:

Nach Art. 37 Abs. 2 des BayEUG wird ein Kind schulpflichtig, wenn es bis zum 30. September 6 Jahre alt wird.

Die Eltern haben bei einem Kind, das nach dem 30. September sechs Jahre alt wird, ein Antragsrecht (Art. 37 Abs.2 Satz 6). Das bedeutet, die Erziehungsberechtigten haben die Möglichkeit, auf Antrag ihr Kind einzuschulen. Wird das Kind erst nach dem 31. Dezember sechs Jahre alt, ist ergänzend zum Antrag ein schulpsychologisches Gutachten notwendig.

Ein schulpflichtiges Kind kann einmal zurückgestellt werden, wenn zu erwarten ist, dass es nicht mit Erfolg am Unterricht teilnehmen kann.

Einschulungskorridor zum Schuljahr 2020/21

Eltern, deren Kinder zwischen dem 1. Juli und 30. September 2020 sechs Jahre alt werden, können selbst entscheiden, ob ihr Kind sofort oder erst ein Jahr später eingeschult wird. Dabei steht die Schule den Eltern bei ihrer Entscheidung mit Beratung und Empfehlung zur Seite. Auf dieser Grundlage entscheiden die Eltern dann frei, ob ihr Kind zum kommenden oder zum nächsten Schuljahr eingeschult wird. Wenn die Eltern die spätere Einschulung wünschen, müssen sie bis spätestens 14. April 2020 (Stichtag) dies der Schule schriftlich mitteilen. Eine Verlängerung der Frist ist nicht möglich, eine nachträgliche Änderung ist nur bis zum Stichtag 14.April 2020 möglich. Ohne ein solche Erklärung wird das Kind im September 2020 ganz normal schulpflichtig.

Prozedere der Einschulung:

Die Eltern melden Ihr Kind zur Einschulung an der Schule an, in deren Schulsprengel sie fallen – auch dann, wenn ein Gastschulantrag geplant ist.
Zur Einschulung bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:

  • die Geburtsurkunde des Kindes/das Familienbuch
  • die Bestätigung des Gesundheitsamtes über die Schuleingangsuntersuchung
  • eventuell vorhandenen Sorgerechtsbeschluss
  • das schulpflichtige Kind

Wichtige Termine und Stichtage  bezüglich der Einschulung zum kommenden Schuljahr entnehmen Sie bitte dem Kalender.

Kriterien für die Schulreife:

Der Zeitpunkt der Schulpflichtigkeit und der tatsächlichen Schulreife eines Kindes passen für die Mehrzahl der Kinder gut zusammen. Es gibt jedoch auch Früh- und Spätentwickler.

Sollten Sie unsicher sein, ob Ihr Kind die Schulreife vorzeitig/rechtzeitig erlangt, suchen Sie bitte das Gespräch mit dem Betreuungspersonal des Kindergartens, falls Ihr Kind einen solchen besucht. Auch Kinderärzte können hierzu Auskunft geben. Bei der Einschulung für das kommende Schuljahr werfen auch wir Grundschullehrkräfte noch einmal einen Blick auf ihr Kind.

In unserem Flyer „10 Tipps für einen guten Schulstart“ haben wir die Erfahrungen vieler Lehrerjahre für Sie noch einmal zusammengefasst und in den Kriterien zur Schulfähigkeit hierzu konkrete Beispiele benannt. Je mehr dieser Fragen Sie mit ja beantworten können, umso fitter ist Ihr Kind für die Schule. Der Flyer hält für Sie auch ein paar Tipps bereit, wie Sie Ihr Kind in der Entwicklung der genannten Kompetenzen fördern können.

Schulwegtraining

Gehen Sie noch vor dem ersten Schultag mit den Kindern mehrmals den Schulweg oder den Weg zur Bushaltestelle ab. Machen Sie auf Gefahrenquellen aufmerksam und üben Sie das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Überzeugen Sie sich davon, dass das Kind den Schulweg auch sicher alleine bewältigen kann. Vielleicht gibt es auch Möglichkeiten, zusammen mit anderen Eltern und Kindern einen gemeinsamen Schulweg zu finden.